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Terminsergebnis

Datum: 09.05.2016

Kurzbeschreibung: Strafverfahren vor dem Schwurgericht des Landgerichts Mosbach am 09.05.2016, um 9.00 Uhr wegen versuchten Totschlags, gemeinschaftlicher Körperverletzung und vorsätzlich unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln

Nach Abtrennung des Verfahrens gegen den Angeklagten wegen der ihm vorgeworfenen Tat des versuchten Totschlags wurde der Angeklagte wegen gefährlicher Körperverletzung und des Besitzes von Betäubungsmitteln, unter Einbeziehung der Strafe aus dem Urteil des Landgerichts Mosbach vom 08.04.2016 - 1 KLs 1 Js 162/16 - zu der Gesamtfreiheitsstrafe von 5 Jahren verurteilt.

Die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt blieb aufrechterhalten.

Die Anordnung einer Sicherungsverwahrung wurde vorbehalten.

Der Haftbefehl des Amtsgerichts Mosbach vom 30.10.2015 blieb in Vollzug.

Das Verfahren gegen den Angeklagten wegen versuchten Totschlags wird zu einem späteren, noch nicht feststehenden Zeitpunkt verhandelt werden.

 Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung und des Besitzes von Betäubungsmitteln, unter Einbeziehung der Strafe aus dem Urteil des Landgerichts Mosbach vom 08.04.2016 - 1 KLs 1 Js 162/16 - zu der Gesamtfreiheitsstrafe von 5 Jahren beantragt. Die Verteidigung hatte die Verurteilung in das Ermessen des Gerichts gestellt.

Nach Verzicht der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung auf die Einlegung von Rechtsmitteln ist das Urteil rechtskräftig.

Anlage: Terminsvorschau vom 04.05.2016

Die Staatsanwaltschaft Mosbach wirft dem 22-jährigen Angeklagten vor, am 28.10.2015 die Wohnungstür des Geschädigten in Lauda-Königshofen eingetreten, dessen Wohnung betreten und dem Geschädigten sowie dessen Schwester angedroht zu haben, beide „abzustechen“. Nachdem der Angeklagte vom Geschädigten aufgefordert worden sei, die Wohnung zu verlassen, habe der Angeklagten den Geschädigten in den „Schwitzkasten“ genommen und zu Boden gerungen. Dort habe der Angeklagte das von ihm mitgebrachte Einhandmesser mit einer Klingenlänge von 8,5 cm ergriffen und versucht, dieses dem auf dem Boden liegenden Geschädigten mit kräftigen Stichbewegungen in den Oberkörper zu rammen. Dabei habe der Angeklagte den Tod des Geschädigten in Kauf genommen. Nur aufgrund der Gegenwehr des Geschädigten und der Hilfe dessen Schwester sei es dem Angeklagten nicht gelungen, den Körper des Angeklagten zu treffen, dieser habe allerdings Schnittverletzungen an den Unterarmen erlitten. Schließlich sei es dem Geschädigten gelungen, den Angeklagten in die Flucht zu schlagen.

Am 16.08.2015 habe der Angeklagte, der in Begleitung einer gesondert verfolgten Person gewesen sei, von einem auf dem Weg von Gerlachsheim und Lauda befindlichen Mann Haschisch verlangt. Als jener erklärt habe, keine Haschisch zu besitzen, habe der Angeklagte mit dem beschuhten Fuß gegen den Oberkörper des Mannes getreten, woraufhin dieser zu Boden gefallen sei. Anschließend habe der Angeklagte dem Mann mit der Faust gegen die linke Gesichtshälfte geschlagen. Nachdem der Mann aufgestanden sei und versucht habe, den Ort zu verlassen, habe der Begleiter des Angeklagten den Mann festgehalten, weshalb der Angeklagte mehrfach auf den Mann habe eintreten und diesen habe schlagen können. Dadurch sei der Mann erneut zu Boden gefallen. Anschließend habe der Angeklagte weiter auf dem Mann eingetreten und diesen geschlagen. Der Mann habe Schmerzen und ein Hämatom an der linken Schläfe erlitten.

Am 04.01.2016 habe der Angeklagte 6,5 Gramm Marihuana und 3.5 Gramm Haschisch mit sich geführt, wobei er gewusst habe, dass er über die hierfür erforderliche Erlaubnis nicht verfüge.

Der 22- jährige Angeklagte befindet sich aufgrund Haftbefehls des Amtsgerichts Mosbach in Untersuchungshaft.

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