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Terminsergebnis

Datum: 06.06.2016

Kurzbeschreibung: Strafverfahren vor dem Schwurgericht des Landgerichts Mosbach am 06.06.2016, um 8.30 Uhr wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung

Die Angeklagten wurden jeweils wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt;

der 41-jährige Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren

der 40-jäjrige Angeklagte zu einer Freiheitsstrafe von 1 Jahr. 

Die Vollstreckung beider Strafen wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Das Einhandmesser wurde eingezogen.

Die Bewährungszeit wurde für beide Angeklagte auf 3 Jahre festgesetzt.

Der 40-jährige Angeklagte hat 1.500,- € in monatlichen Raten zu je 100,- an den Weißen Ringe, der 41-jährige Angeklagte hat 3.000,- € in monatlichen Ragen zu je 150,- € an den Kinderschutzbund des Neckar-Odenwald-Kreises zu zahlen.

Die Angeklagten haben jeden Wohnsitzwechsel dem Gericht mitzuteilen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung beider Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung und eine Verurteilung des 41-jährigen Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 9 Monaten sowie eine Verurteilung des 40-jährigen Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten beantragt.

Beide Verteidiger hatten die Verhängung einer auf Bewährung auszusetzenden Freiheitsstrafe beantragt. 

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Angeklagten gelten bis zu ihrer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

Anlage: Terminvorschau vom 01.06.2016

Die Staatsanwaltschaft Mosbach wirft den 41- und 40-jährigen Angeklagten deutscher Staatsangehörigkeit Folgendes vor: 

Am 13.09.2014 sei es vor der „Halle 115“ in Wertheim zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den Angeklagten und den beiden Geschädigten gekommen. Aufgrund gemeinsamen Tatplans habe zunächst der 40-jährige Angeklagte einen der beiden Geschädigten mit den Händen und Fäusten ins Gesicht geschlagen. Dieser Angeklagte habe sich einer gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht.

Nahezu gleichzeitig habe der 41-jährige Angeklagte den anderen Geschädigten mit Faustschlägen in das Gesicht traktiert. Sodann habe dieser Angeklagte, was dem 40-jährigen Angeklagten nicht gewusst gewesen sei und womit dieser nicht gerechnet habe, sein mitgebrachtes Einhandmesser, das eine Klingenlänge von 8,5 cm gehabt habe, eingesetzt, um den zuvor von ihm geschlagenen Mann durch Messerstiche in den Brustbereich, in die rechte Halsseite - im Bereich der Halsschlagader und der Drosselvene mit einem 15 langen und 0,5 cm tiefen Schnitt - und gegen das Herz tödlich zu verletzen. Schließlich sei der 41-jährige Angeklagte überwältigt worden und habe seinen Angriff nicht fortsetzen können. Der anschließend ärztlich versorgte und durch die Messerstiche an der linken Brustkorbseite und im Armbereich verletzte Geschädigte überlebte. Der 41-jährige habe sich eines versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht.

Die Angeklagten gelten bis zu ihrer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

Das Schwurgericht ist mit dem Vizepräsidenten des Landgerichts Dr. Ganter, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt.

Zum Termin am 06.06.2016, um 8.30 Uhr, an dem auch die Geschädigten als Nebenkläger teilnehmen werden, sind 6 Zeugen, 2 Sachverständige und eine Dolmetscherin geladen.

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