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Terminsergebnis

Datum: 27.10.2017

Kurzbeschreibung: Verurteilung eines 42-jährigen Mannes durch die 1. Große Strafkammer des Landgerichts Mosbach am 23.10.2017 wegen schwerer räuberischen Erpressung und versuchter schweren räuberischen Erpressung 

Die Staatsanwaltschaft Mosbach hatte dem 42-jährigen Angeklagten deutscher Staatsangehörigkeit Folgendes vorgeworfen:

Der maskierte Angeklagte habe am 24.03.2017 die Filiale der Volksbank in Werbach betreten. Im unmittelbaren Anschluss habe er seine geladenen Schreckschusspistole, in die ein mit Reizstoffgas bestücktes Magazin eingeführt gewesen sei, auf eine hinter Sicherheitsglas sitzende Auszubildende gehalten und von dieser die Herausgabe von Geld verlangt. Anschließend habe er einen Beutel in die Durchreiche des Schalters gelegt. Als der Angeklagte einen weiteren Bankangestellten in dem nicht gesicherten Beraterzimmer wahrgenommen habe, habe er die Schreckschusswaffe auf den Angestellten gerichtet. Mit der Waffe, die auf das Gesicht des Bankangestellten gewesen sei, habe der Angeklagte erneut die Herausgabe von Geld verlangt. Aus Sorge vor dem Schusswaffeneinsatz habe die Ausbildende das gesamte in der Filiale vorrätige Bargeld in Höhe von 17.135,00 € in Scheinen in der Beutel gelegt und dem Angeklagte gegeben, der mit dem Geld geflüchtet sei.

Am 23.06.2017 habe der Angeklagte erneut und wiederum maskierte die Filiale der Volksbank in Werbach betreten. Im unmittelbaren Anschluss habe er seine geladenen Schreckschusspistole, in die ein mit Reizstoffgas bestücktes Magazin eingeführt gewesen sei, auf eine hinter Sicherheitsglas sitzende Auszubildende gehalten und von dieser die Herausgabe von Geld verlangt. Die Auszubildenden sei der Anweisung nicht gefolgt, sondern sich in den dahinter gelegenen, besonders gesicherten Schalterraum zu einem Kollegen begeben, der die Polizei gerufen habe. Daraufhin sei der Angeklagte ohne Beute geflüchtet.



Der Angeklagte wurde wegen schwerer räuberischer Erpressung und der versuchten schweren räuberischen Erpressung zu der Gesamtfreiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt. Die 17.135,00 € wurden eingezogen.

Der Haftbefehl des Amtsgerichts Mosbach wurde gegen wöchentliche Meldeauflage außer Vollzug gesetzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gesamtfreiheitsstrafe von 7 Jahren und der Verteidiger eine Gesamtfreiheitsstrafe von 4 Jahren beantragt.

Das Urteil ist aufgrund Rechtsmittelverzichts rechtskräftig.



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