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Terminsergebnis

Datum: 15.02.2018

Kurzbeschreibung: Strafverfahren vor der 1. Großen Strafkammer beim Landgericht Mosbach am 01.02. und 15.02.2018 jeweils um 8.30 Uhr wegen schweren Raubs und gefährlicher Körperverletzung

Der Angeklagte wurde wegen schweren Raubs in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren verurteilt.

Der Haftbefehl des Amtsgerichts Mosbach vom 27.07.2017 bleibt in Vollzug.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren und 6 Monaten, die Verteidigung eine Freiheitsstrafe von nicht über 5 Jahren beantragt.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte gilt bis zu seiner rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig.

 

Anlage: Pressemitteilung vom 18.01.2018

Die Staatsanwaltschaft Mosbach wirft dem 28-jährigen Angeklagten rumänischer Staatsangehörigkeit Folgendes vor:

Vor dem 03.07.2017 hätten der Angeklagte und u.a. zwei gesondert verfolgte Männer verabredet, künftig Raubüberfälle zu begehen, um sich eine nicht nur vorübergehende Einnahmequelle von nicht unerheblichem Umfang und nicht unerheblicher Dauer zu verschaffen.

In Umsetzung des Plans seien der Angeklagte, die beiden gesondert Verfolgten und zwei weitere unbekannte Täter am 03.07.2017, gegen 9.00 Uhr maskiert durch die unverschlossene Terrassentür in die Wohnung des 71-jährigen Geschädigten in Mosbach eingedrungen, um hieraus stehlenswerte Gegenstände zu entwenden. Dort hätten sie den Geschädigten auf der Toilette angetroffen und diesen zusammenwirkend mit Faustschlägen gegen den Kopf niedergeschlagen. Sodann hätten sie den Geschädigten mit Kabelbindern gefesselt und mit einem T-Shirt geknebelt. Anschließend hätten sie dem Geschädigten eine Decke über den Kopf geschlungen und ihn im Wohnzimmer auf einen Stuhl gesetzt, um den ungehinderten Zugriff und Abtransport des Stehlguts zu ermöglichen. Als die Tochter des Geschädigten gegen 9.15 Uhr in dessen Haus gekommen sei und den Angeklagten nebst Komplizen entdeckt habe, habe sie die Nachbarn zu Hilfe gerufen. Der Angeklagte und seine Komplizen seien mit einem Teil des zuvor in Säcke zum Abtransport zusammengestellten Diebesgutes geflüchtet. Zum Diebesgut hätten u.a. Uhren, Ringe, Ketten, Bargeld, Goldmünzen, Sammlermünzen etc. gehört.

Der Angeklagte befindet sich aufgrund Haftbefehls des Amtsgerichts Mosbach vom 27.07.2017 in Untersuchungshaft.

Der Angeklagte ist vorbestraft.

Die Große Strafkammer ist mit dem Vizepräsidenten des Landgerichts Dr. Ganter, zwei Berufsrichtern und zwei Schöffen besetzt.



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